Fallbeispiele aus dem Gesundheitswesen

Die Grundproblematik    

Man braucht nicht Arzt zu sein, um zu wissen, dass eine Komplikation im Zusammenhang mit einer ärztlichen Behandlung nicht zwangsläufig einem Fehler gleichzusetzen ist. Daneben müsste jedem Patienten klar sein, dass auch Mediziner Fehler machen - was nicht verwundert angesichts wachsender Arbeitsbelastungen in fast jeder ärztlichen Disziplin.  

Aber, bedingt durch verschiedene Wirkmechanismen und Faktoren ist das Vertrauen der Bevölkerung in die Institutionen des Gesundheitswesens gesunken. Hier versuchen wir, mittels interdisziplinärer Mediation ein komplementäres Instrument zu Gutachterkommission/Schlichtungsstelle, Anwalt oder gar zum Staatsanwalt zu bieten,  m.a.W., wir versuchen, Behandlungsfehlervorwürfe, seien sie berechtigt oder nicht, aus der Öffentlichkeit, resp. aus öffentlichen Gerichtssälen herauszuhalten.

Denn, die Konflikte im Gesundheitswesen haben aufgrund der (wenn auch legitimierten) Verletzung der körperlichen Integrität des Patienten zumeist eine hohe emotionale Komponente, weswegen die Mediation speziell unter diesem Aspekt als (einziges) Konfliktlösungssystem einen zufriedenstellende Ausgang bieten kann, den gemeinsamen Konsens.

Dennoch spielen auch und gerade i.B. der angewandten Medizin mehr denn je Formalismen, Verrechtlichung und Standardisierung i.S. von z.B. QM-Maßnahmen einen wesentliche Rolle. Auch diese Sachebene eines Konfliktes darf bei der Lösungsfindung nicht unberücksichtig bleiben darf,  ansonsten ein Konsens kaum Bestand hätte.

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Die Hintergründe

Die Konflikte im Gesundheitswesen haben aufgrund der (wenn auch legitimierten) Verletzung der körperlichen Integrität des Patienten zumeist eine hohe emotionale Komponente, weswegen die Mediation speziell unter diesem Aspekt als (einziges) Konfliktlösungssystem einen zufriedenstellende Ausgang bieten kann, den gemeinsamen Konsens.

Dennoch spielen auch und gerade i.B. der angewandten Medizin mehr denn je Formalismen, Verrechtlichung und Standardisierung i.S. von z.B. QM-Maßnahmen einen wesentliche Rolle. Auch diese Sachebene eines Konfliktes darf bei der Lösungsfindung nicht unberücksichtig bleiben darf,  ansonsten ein Konsens kaum Bestand hätte.

 

 


Fälle, die Wellen hätten schlagen können

 

- Zu langes Bein nach Hüft OP nicht bemerkt

- Pneu bei Akkupunktur gestochen

- Senkniere bei Colonresektion entfernt ohne Absprache

- Thrombocytensturz durch Grippeschutzimpfung

- Oberkiefer perforiert beim Abtragen von Schleimhaut

- Auge intraoperativ verätzt aufgrund unsachgemäßer Spülung

 

Sechs beispielhafte erst Überschriften,

sechs von 230 Fällen, die in 2014 an uns herangetragen wurden.

Aber wo liegt jeweils die Wahrheit?

 


Fälle aus der Wirtschaft

 

Konflikte in der Wirtschaft, seien es B2B Konflikte oder auch unternehmensinterne kosten zunächst einmal Geld, und binden Ressourcen.

Demzufolge ist es nötig, tradierte Vorgehensweisen schnellst möglich zu verlassen ("Konflikt + gescheiterter Verhandlung = Klage“).

 

Die Vorzüge eines differenzierten Konfliktmanagement (KM) mit dem Ziel, das jeweils best-geeignete Streitbeilegungsverfahren für den individuellen Konflikt zu benennen und anzuwenden, sind inzwischen unbestritten:

 - Einsparung von Konfliktkosten (intern wie extern)

- Professionalisierung schwieriger Gesprächs und Verhandlungssituationen

- Konfliktprävention in Zeiten eines zunehmenden Change Managements

- ein optimierter Umgang mit Konflikten, welche im Rahmen der zunehmenden Globalisierung  aus interkulturellen Unter-

   schieden infolge einer zunehmenden  kulturellen Durchmischung der Mitarbeiter unvermeidbar sind

- die Förderung einer konstruktiven Konflikt- und Unternehmenskultur

- Mitarbeiter Motivation und Employer branding

- die Implementierung von KM-Elementen als integrativer Bestandteil der Personal- und Führungskräfte-Entwicklung

Was bedeutet, dass sich die Institutionalisierung dieser KM-Methoden empfehlenswerterweise  in Form einer Stabstelle unterhalb der Geschäftsführung abspielen sollte.

Fakt ist, diese modernen Formen des Konfliktmanagement sind aus gut geführten Unternehmen schon heute nicht mehr wegzudenken.

Allerdings eröffnen sich auch für Gesellschaften, denen aufgrund von Konflikten Haftungsansprüche,  Trennung oder Auflösung drohen, ungeahnte Möglichkeiten.

Gerade hier erscheint die Perspektive,  dass trotz einer Trennung potentiell zwei Gewinner aus dem Trennungsprozess hervorgehen, als geradezu revolutionär, verglichen mit einer gerichtlichen Auseinandersetzung über Jahre,  die typischerweise einen Verlierer und einen Gewinner, wenn nicht zwei Verlierer produziert.

Was bedeutet, dass zum frühest möglichen Zeitpunkt, zu dem ein schwerwiegender, eventuell die Existenz bedrohender  Konflikt erkennbar wird, unbedingt externes Konfliktlösungs-Know how hinzugezogen werden sollte.

Die Konfliktforschung belegt nämlich, dass ab einer bestimmten Stufe der Konflikteskalation (nach Friederich Glasl die vierte von neun Stufen) eine Lösung nur durch die Konfliktparteien selbst (ohne Unterstützung von außen) nicht mehr möglich ist. Andererseits, und auch das ist wissenschaftlich belegt,  sind es die Konfliktparteien selbst, die gemeinsam die beste Lösung herbei führen könnten, da sie es sind, die den Konflikt ausgelöst haben. Nur ohne allparteiliche Moderation  kann das nicht gelingen.

In Verbindung mit dem Zitat frei nach Paul Watzlawick, "wer als Werkzeug nur einen Hammer besitzt, muss jedes Problem wie einen Nagel behandeln",  eröffnen sich spontan die Vorteile von Konsens stiften® als staatlich anerkannter Gütestelle.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Mediatoren ist die Gütestelle in der Lage, das bestmöglich passende Verfahren zum jeweiligen Konflikt zu identifizieren und durchzuführen, damit tradierte Vorgehensweisen möglichst vermieden werden

(„Konflikt + gescheiterter Verhandlung = Klage“).

Zudem wird eine etwaige Verfristung durch das Anrufen der Gütestelle gehemmt, und die gemeinsamen erarbeiteten Lösungen sind vollstreckbar.

Vom allparteilich geführten Klärungsgespräch, über die Mediation bis hin zum Schlichtungsverfahren bietet die Gütestelle sämtliche Konfliktlösungsverfahren mit feinen Differenzierungen an. Dadurch können unter anderem erhebliche Kosten für zum Beispiel für Schiedsgerichtsverfahren vermieden werden, abgesehen davon, dass die moderne Konfliktlösung Ergebnisse zeitnah herbeiführt, natürlich nur, sofern beide (oder alle) Konfliktparteien freiwillig einer selbstverantworteten Konfliktlösungssuche zustimmen.