Versicherer

Bei Konflikten im Gesundheitswesen spielen Versicherer eine tragende Rolle.

Krankenversicherer

Die gesetzlichen Krankenversicherungen, die Unfall- Pflege-  und Rentenversicherung, sind die hauptsächlichen Beitragsempfänger und Leistungszahler des Systems. Verteilungskämpfe dieser Akteure sind Teil des politischen Alltags.

Auch im Versicherungsvertrag des Privaten können Meinungsverscihedenheiten über Leistungspflichten bestehen.

Rechtsschutzversicherer

Die meisten Rechtsschutzversicherer bieten heute standardmäßig Mediation als Teil ihrer Rechtsdienstleistungen im Bereich von Gesundheitsschäden an. 

Haftpflichtversicherer

Die Haftpflichtversicherer der Ärzte befinden sich in einem Prozess der Umstrukturierung, der außergerichtlicher Streitbeilegung ein größeres Gewicht beimisst.Gerade in Fällen umstrittener ärztlicher Haftung, in denen persönliches Schicksal eine tragende Rolle spielt, oder bei Überschreitung von Deckungssummen kann außergerichtliche Streitbeilegung effizient sein.

 

 

 

Konsens stiften roadmap für Rechtschutz- und Haftpflichtversicherer

Exzerpt der Konsens stiften roadmap für Rechtsschutz- und Haftpflichtversicherter zur

Mediation von Konflikten mit Personenschäden

 Mit dem Einstieg der Versicherungsbranche in die Rechtsdienstleistung Mediation als einer zeitgemäßen Konfliktbearbeitungsmethode sind gesamtgesellschaftliche Vorteile verbunden. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Qualität der Versicherungsdienstleistungen wird weiter wachsen.

Arbeitsgrundlage

Anbahnung und Ablauf einer Mediation: Versicherer – Versicherungsnehmer – Konsens stiften®

Konzept der Zusammenarbeit: Versicherer – Konsens stiften®

Hypothese

Bei Konflikten mit außergewöhnlicher emotionaler Belastung infolge von Gesundheitsschäden stellt sich die Mediation - wie schon in anderen gesellschaftlichen Bereichen - für Rechtschutz- und Haftpflichtversicherer als zeit- und kostensparende Alternative heraus.

Ziel

Die Hypothese der Zeit- und Kostenersparnis wird verifiziert durch Auswertung einer definierten Anzahl von Konflikten mit Personenschäden.

Outcome /Konsequenz

Damit besteht statistisch der Background für Versicherer, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Qualitätssicherung

Komplexe Fälle werden einer begleitenden Supervision unterzogen, um Prozess- und Ergebnisqualität zu gewährleisten.

Die Mediation wird grundsätzlich von zwei Mediatoren durchgeführt, von denen einer als Arzt ausgebildet ist.

Erfassung der Kundenzufriedenheit:

Die Qualität der Patientenzufriedenheit wird mittels eines Visual analog scale Fragebogens erfasst; diesen erstellen die Versicherer entsprechend Ihren Anforderungen.

Vorzeitige Aufgabe:

Der Verlauf des Geschäftsmodells wird fortlaufend analysiert.

Vorteile des Verfahrens nach der Roadmap:

Ärztlicher Sachverstand in Verbindung mit mediativen Fähigkeiten begegnen der Bedürfnislage bei Personenschäden. Der Grundsatz der Vertraulichkeit und der Ausschluss der Öffentlichkeit wahrt das Gesicht von Beteiligten mit Öffentlichkeitsbezug. „Trotz“ Mediation bleibt allen Beteiligten der Rechtsweg letztlich erhalten.

Die Anwälte der Konfliktparteien können insbesondere bei größeren Verfahren integriert werden.

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Für Haftpflichtversicherer ähnlich wie für Rechtschutzversicherer können belastbare Zahlen und Fakten aus dem Bereich der medizinischen Mediation erworben werden.

Erfahrungsgemäß sinken die Kosten pro Fall für die Versicherer deutlich und dessen Berechnenbarkeit wird präziser: denn in einem Teil der Fälle lassen sich unnötig hohe Rückstellungen vermeiden..

Zu guter Letzt ist mit Verabschiedung des Mediationsgesetzes folgendes deutlich geworden: Alle Beteiligten werden kurz-, mittel- oder langfristig durch die Mediation profitieren. Mit dem Einstieg der Versicherungsbranche in die Rechtsdienstleistung Mediation als einer zeitgemäßen Konfliktbearbeitungsmethode sind gesamtgesellschaftliche Vorteile verbunden. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Qualität der Versicherungsdienstleistungen wird weiter wachsen.

 

Marklkofen/München, April 2013